Einleitung zum Bereich der Wirtschaft

"Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." Mahatma Gandhi (1869 - 1948)


Ziele und Leitbild der Wirtschaft

Die Wirtschaft hat das Ziel durch wirkliche Befriedigung der Bedürfnisse allen auf der Erde ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Als Leitbild wird hier die Brüderlichkeit genannt. Manch einer mag einwenden, das Wort sei zu religiös oder veraltet. Er würde vielleicht Gegenseitigkeit, Gemeinschaftlichkeit oder Fairness besser finden. Wirtschaft meint hier aber nicht allein gerechte Tauschprozesse.

Wirtschaft meint, sich auch für das Leben und die Entwicklung von Menschen einzusetzen, die nichts leisten können, umfasst auch "Investitionen" in die Jugend und "Verpflichtungen" gegenüber den Alten. Aus dieser Sicht hat die Brüderlichkeit eine ganz moderne, auf Entwicklung und Menschenwürde gerichtete Bedeutung.

Neben dem planvollen Mitteleinsatz im Sinne des ökonomischen Gesetzes, sollten wir nie das Ganze aus dem Auge verlieren:


Inhalt der Wirtschaft

Die Wirtschaft hat zu tun mit der Produktion, dem Handel und dem Konsum von Waren. Mittel der Produktion, der Boden, die Arbeit und das Kapital wurden zweckentfremdet und zu Waren gemacht. Dies schafft Abhängigkeiten und Mißgunst.

Wirtschaft bedeutet heute vor allem Fremdversorgung durch ein hohes Maß an Arbeitsteilung. Die meisten Menschen können von den Produkten ihrer eigenen Arbeit nicht mehr leben. Aus der einstigen Landwirtschaft sind Handel, Handwerk, Gewerbe, Industrie und schließlich Dienstleistungen herausgewachsen. Mit der Arbeitsteilung haben alle Waren einen Preis für den Zwischentausch in Geld bekommen. Es gibt also dem Warenstrom gegenläufig einen Geldstrom.

Die Menschen regeln ihre Austauschprozesse durch die Vereinbarung von Verträgen. Das sachverständige Übereinstimmen durchzieht als Entscheidungsprinzip alle Ebenen der Wirtschaft. Ganz anders im Kultur- und Geistesleben, wo die letztendliche Entscheidung immer von einer Individualität getroffen wird. Im Zusammensein spielt deshalb dort das Beraten ein große Rolle. Auch sind Mehrheitsentscheidungen als Prinzip des Rechtslebens nicht ohne Kraftverlust für die Eigeninitiative im Wirtschaftsleben sinnvoll.



Grenzen und Fehlentwicklungen

Seit der Industrialisierung hat die freie Marktwirtschaft mehr und mehr Bedeutung bekommen und ist nach dem Ende der sozialistischen Planwirtschaften zur führenden Wirtschaftsverfassung geworden.
Marktwirtschaft verbindet sich mit dem Leitbild der Freiheit. Der Liberalismus hat durch die Globalisierung im Zuge von GATT-/WTO-Prozessen eine deutliche Verstärkung erfahren.




Adam Smith (1723-1790)
Britischer Philosoph und
Volkswissenschaftler
Begründer der
klassischen Nationalökonomie

Moralisch findet dies noch immer seine Grundlage in der folgenden Schlüsselidee:

"Jeder einzelne bemüht sich darum, sein Kapital so einzusetzen, daß es den größten Ertrag erbringt. Im allgemeinen wird er weder bestrebt sein, das öffentliche Wohl zu fördern, noch wird er wissen, inwieweit er es fördert. Er interessiert sich nur für seine eigene Sicherheit und seinen eigenen Gewinn. Und gerade dabei wird er, wie von einer unsichtbaren Hand geleitet, ein Ziel fördern, das er von sich aus gar nicht anstrebte; indem er seine eigenen Interessen verfolgt, fördert er das Wohl der Gesellschaft häufig wirksamer als wenn er dies direkt beabsichtigt hätte." (Adam Smith aus "The wealth of nations", 1776).


Es hat sich inzwischen gezeigt, daß die Theorie der Marktwirtschaft nicht das Wohl nach den gegebenen Möglichkeiten fördert. Das Leitbild Freiheit ist am falschen Platz. Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer. Die Freiheit der Märkte wird durch staatliche Eingriffe, durch immer größere Konzentration wirtschaftlicher Macht auf wenige Multikonzerne immer kleiner. Egoistische Profitsucht zerstört letzte Naturräume. Die Wirtschaft dringt in alle Lebensbereiche, macht alles zur Ware. Staatspolitiker werden zu Spielbällen, zu Marionetten der Wirtschaft, die Kultur hängt am "Tropf" oder kümmert.


Es hat sich inzwischen gezeigt, daß die Theorie der Marktwirtschaft nicht das Wohl nach den gegebenen Möglichkeiten fördert. Das Leitbild Freiheit ist am falschen Platz. Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer. Die Freiheit der Märkte wird durch staatliche Eingriffe, durch immer größere Konzentration wirtschaftlicher Macht auf wenige Multikonzerne immer kleiner. Egoistische Profitsucht zerstört letzte Naturräume. Die Wirtschaft dringt in alle Lebensbereiche, macht alles zur Ware. Staatspolitiker werden zu Spielbällen, zu Marionetten der Wirtschaft, die Kultur hängt am "Tropf" oder kümmert.

Es ist also eine Aufgabe für die Zukunft der Wirtschaft klare Grenzen zu setzen. Wie sich die Wirtschaft mit den Bedingungen der Natur und den Grenzen ihrer Belastbarkeit abfinden muß, so muß sie auch die von den Menschen gesetzten Bedingungen akzeptieren, damit diese nicht verbraucht bzw. geschädigt werden.


Freie Marktwirtschaft fördert unter den Menschen Konkurrenz und Anonymität, weshalb systembedingt ein riesiges Leistungspotential verschlissen wird und Fähigkeiten und Erfahrungen nicht zum bestmöglichen Wohl wirken können.

Zur Umkehrung dieser Entwicklung wollen die Ideen der sozialen Dreigliederung anregen, und zeigen Wege, wie eine Wirtschaft ohne Wachstumszwang in dynamischer Balance existieren kann.