Naturkatastrophen (eine Ergänzung auch zu Erdbeben... v. 30.12.04 - Tsunami)

(6.09.05)

Eine materialistische Zeit kann für Naturkatastrophen nur materialistische Erklärungsversuche geben. Daneben und völlig unvermittelt der religiöse Glaube, der jedoch zu der neueren Naturwissenschaft fast keine "Brücke" schlagen kann. So sind die Menschen heute gespalten, entweder in ihrer eigenen Person durch nicht übereinkommendes religöses Empfinden und ihren wissenschaftlichen Vorstellungen oder in verschiedenen Personen und Gruppen, die sich in nicht versöhnbaren Ansichten gegenüberstehen. Vielleicht wird die Geisteswissenschaft wenigstens für einige Menschen wieder eine Versöhnung zwischen Seele und Geist herstellen können:

"So einfach liegt die Sache bei den Vulkanausbrüchen und den Erdbeben nicht. Dennoch haben sie etwas mit den noch nicht wiederverkörperten Menschen zu tun. Sie stehen in ganz deutlicher Beziehung zu den Seelen, die verkörpert, inkarniert werden sollen in der Zeit, in der solche Erdbeben stattfinden. Als Okkultist hat man also zweierlei Aufgaben zu lösen, erstens die Frage, was mit den Menschen geschieht, die bei den Erdbeben umkommen, und zweitens die Frage, was das für Menschen sind, die in der Zeit des Erdbebens geboren werden, um herabzukommen in diese sichtbare Erde. Beide Untersuchungen geben ein Bild von dem Zusammenhang zwischen den Kataklysmen und dem, was wir als moralisch und intellektuell innerhalb der Menschheit zu beobachten haben. Es stellt sich heraus, daß die Menschen, welche bei einem solchen erschütternden Ereignis zugrunde gehen, abgesehen von allen ihren übrigen karmischen Veranlagungen, durch Tatsachen karmischer Art mit Seelen an dem Ort, wo ein Erdbeben stattfindet, zusammengeführt werden. Alle Seelen, die durch solche Erschütterungen zugrunde gehen, finden dadurch die Möglichkeit, einen letzten Punkt zu überwinden, der ihnen in ihrem Karma noch im Wege liegt, um von einem Materialisten zu einem Idealisten zu werden und zur Erkenntnis des Geistigen zu kommen.

Diejenigen, die unter solchen Umständen geboren werden, sind dagegen merkwürdigerweise Seelen, bei denen eine bestimmte Anziehungskraft zu Trieben, Instinkten und Leidenschaften besteht und die zu richtigen Materialisten geboren werden. Diejenigen, die unter dem Einfluß eines solchen Ereignisses geboren werden, entwickeln sich zu Materialisten, und zwar zumeist zu praktischen, zu solchen, die es im Leben in bezug auf ihre Moral sind. Es hängt die Naturkraft mit dem zusammen, was die Menschen als ihre Kraft in Devachan entwickeln, und die Kräfte, welche als Reaktion von Feuer- und Fruchterde bei solchen Katastrophen auftreten, haben einen inneren Bezug auf solche Seelen, die bestimmt sind, im nächsten Leben eine praktisch-materialistische Gesinnung zu haben. Es sind also die unter den Auspizien von Vulkanausbrüchen geborenen Seelen die eigentlich materialistischen, die ungläubigen Menschen, diejenigen, die nichts von einem geistigen Leben wissen wollen.

Das sind die zwei Tatsachen, die man wirklich konstatieren kann, so daß Sie also leicht daraus entnehmen können, wie der Fortschritt in der Entwickelung der Erde in dieser Richtung sein wird: Je mehr der wirkliche Materialismus zurückgedrängt wird, desto weniger werden tatsächlich solche Katastrophen in unserer Erde auftreten (Hervorhebung wb). Es besteht nämlich diese Anziehung zwischen dem Materialismus und dem, was in der Feuer- und Fruchterde vorhanden ist, so daß unsere Erde ruhiger und harmonischer werden wird in demselben Maße, wie die Menschheit vom Materialismus frei wird.

Nun besteht aber eine merkwürdige Entwickelung in bezug auf den Materialismus in den letzten Jahrhunderten. Sie wissen, daß ich immer wieder betont habe, daß das Mittelalter spiritueller war als unser Zeitalter. Die Mehrzahl der Menschen hat, wenigstens innerhalb Europas, spiritueller empfunden. Die neuere Zeit mit dem heraufkommenden Materialismus brachte zahlreiche Vulkanausbrüche. Der Vesuv ist der einzige Vulkan auf dem europäischen Festland, der noch tätig ist. Vergleichen Sie einmal die Zahl der Vesuvausbrüche : besonders schwere Ausbrüche wurden in den Jahren 79, 203, 472, 512, 652, 982, 1036, 1139 ... 1872, 1885, 1891 ... 1906, verzeichnet. Aus diesen Zahlen möge jeder dasjenige nehmen, was er aus ihnen entnehmen mag. Ich kann nur betonen, daß die Popularisierung der okkulten Lehren aus viel tieferen Gründen entstanden ist, als die Menschen gewöhnlich glauben. Diejenigen, die sie eingeleitet haben, wußten durchaus, was geschehen soll, nämlich eine intensive spirituelle Entwickelung der Menschheit im Einklang mit den großen kosmischen Vorgängen. Den Laien mag das alles unbedeutend erscheinen, was in der geisteswissenschaftlichen Bewegung an großen umfassenden Gedanken nicht nur über das Menschheitsgeschehen, sondern über das Weltengeschehen beschlossen ist. Scheinbar haben wir es mit einer Lehre zu tun, aber in Wirklichkeit handelt es sich um etwas von ungeheurer Tiefe und Bedeutung für den ganzen Kosmos. "
96.41ff.


Auf meiner Suche nach den jüngsten Jahreszahlen der Vesuvausbrüche bin ich auf eine Rosenkreuzerseite und einer ähnlichen Erklärung gestoßen. Was davon zu halten ist, möchte ich Ihrem eigenen Urteil überlassen:

"Eine Liste der Ausbrüche, die seit den letzten 2000 Jahren stattfanden (bis 1909) zeigt, daß ihre Zahl mit der Zunahme des Materialismus wuchs. Besonders in den letzten 60 Jahren haben, in dem Maß, wie die Anmaßung der materialistischen Wissenschaft wuchs, die alles Geistige verneint und leugnet, die Zahl der Ausbrüche zugenommen.

Während in den ersten 1000 Jahren nach Christus nur 6 Ausbrüche stattfanden, haben sich die letzten 5, wie gezeigt werden wird, innerhalb von 51 Jahren ereignet (Stand 1909).

Der erste Ausbruch während der christlichen Zeitrechnung vernichtete Herkulanum und Pompeji und brachte Plinius den Älteren (79 n. Chr.) ums Leben. Die anderen Eruptionen folgten in den Jahren 203, 472, 512, 652, 982, 1036, 1158, 1500, 1631, 1737, 1794, 1822, 1855, 1872, 1885, 1891, 1906.

In den ersten 1000 Jahren waren 6 Ausbrüche, in den zweiten 1000 Jahren waren es 12, von denen die letzten 5 innerhalb der letzten 51 Jahre erfolgten, wie bereits festgestellt wurde.

Von den gesamten 18 Ausbrüchen fanden die ersten neun im sogenannten "dunklen Zeitalter" statt. Das waren die 1600 Jahre, während derer die westliche Welt von denen beherrscht wurde, die gewöhnlich "Heiden" hießen, oder von der römisch-katholischen Kirche. Der Rest hat während der letzten 300 Jahre stattgefunden, während derer der Beginn und der Ausbau der modernen Wissenschaft mit ihren materialisierenden Tendenzen fast die ganze Geistigkeit aus der Welt vertrieben hat, besonders in der letzten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Daher fiel beinahe ein Drittel der gesamten Ausbrüche in diese Zeit. "
Quelle: www.rosicrucian.com/foreign/rcc/rccger18.htm


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