Fairtrade total

(26.12.05)

Wird der wirtschaftliche Aufschwung Chinas auch durch einen Staat mit mittelalterlichen Rechtsstandards begünstigt, der Umweltschutz und Menschenrechte "mit Füßen tritt"? Darf uns das in Europa gleichgültig lassen, soweit wir mit China "gute Geschäfte" machen können? Wie es einmal den "Wilden Westen" gab (oder gibt es ihn noch?) so entwickelt sich China und andere asiatische Industriezentren zum "Wilden Osten", wie wir zahlreichen Berichten, z.B. in Cicero entnehmen können.

Einmal mehr wird der Ruf nach internationaler wirtschaftlicher Vernetzung eines Fair-Trade-Handels als Anfangsstufe assoziativer Preisgestaltung notwendig. Egal um was es sich handelt und was da gehandelt wird: Melonensamen aus Sklavenhand (China), Teppiche und Grabsteine durch Kinderarbeit (Indien), Gold für Schmuck durch schädigendes Quecksilber gelöst, Rosen, Baumwolle oder Bananen, für die Menschen in Pestizidnebeln ihre Gesundheit opfern müssen, tropisches Holz, dessen Gewinnung die letzten Urwaldparadiese zerstört (Mittel-/Südamerika), Seefisch durch industrielle Flotten gefangen, die Meeresparadiese und Fischarten durch Überfischung gefährden oder zerstören usw. usw.............

Neben einer freiwilligen, internationalen Vernetzung aus Verbrauchern und Unternehmen müssen auch Bemühungen verstärkt werden, international die Menschenrechte und den Umweltschutz aus nationaler Willkür in zu vereinbarende Weltstandards zu überführen und auch durchsetzbar zu machen. Einer sofortigen Stärkung eines gerechten Welthandels muß langfristig die Stärkung des Weltrechtes folgen. Die Bildung eines "menschlichen Mittelmaßes" gegenüber den global auftretenden Extremen von Ausbeutung und Naturverbrauch ist eine Aufgabe, der wir uns in Mitteleuropa besonders verpflichtet sehen sollten.

Sicher ist ein Konsum, der freiwillig auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Fairness zielt, auf wirtschaftlichem Gebiet das erste Mittel der Wahl, zu dem heute jeder schon seinen Beitrag leisten kann. Der deutsche (Otto-Normal-)Verbraucher sollte aufpassen, daß er dabei nicht den "Anschluß" verliert, denn schon längst haben uns andere Länder, wie Großbritanien z.B. beim Fairkaffee (20 % vom Gesamtverbrauch ist dort schon "fair" gehandelt) "abgehängt".

Sylvain Coiplet hat auf seiner Internetseite dreigliederung.de einige wertvolle Beiträge zu dem Thema zusammengestellt, wo Sie bei Interesse weiterlesen können. Eine kleine Zusammenstellung des langsam besser werdenden Angebotes füge ich außerdem an, wobei wichtige Bereiche wie Energie, Rohstoffe u.a. leider noch fehlen:



allgemein, vor allem:
Kaffe, Tee, Südfrüchte
marktcheck.greenpeace.at
www.transfair.org
www.oneworld.at
www.oeko-fair.de
www.earthlink.de
www.weltlaeden.de
www.blauer-engel.de
Kaugummi www.dina4.de
Textilien www.oneworld.at/cck/start.asp Thema clean clothes
Sportschuhe www.oneworld.at
Teppiche www.rugmark.de
www.step-foundation.ch/
Fußbälle
Lederprodukte
users.skynet.be
www.fairdealtrading.de
Kosmetik/Körperpflege www.oeko-fair.de
Heilmittel www.weleda.de
Gold, Edelsteine www.faire-edelsteine.de/
Fisch www.greenpeace-magazin.de
www.fair-fish.ch
www.msc.org
Shrimps/Garnelen www.naturland.de www.earthlink.de, dort Menü Kampagnen: "ThinkShrimp"
Blumen www.fairflowers.de/
Natursteine
Grabsteine
www.xertifix.de (Site noch nicht fertig, s. vorerst hier)
www.signum-grabzeichen.de/grabmal.html
Nachhaltiges Holz www.fsc-deutschland.de
Recyclingpapier www.treffpunkt-recyclingpapier.de
www.initiative-papier.de
Fairtrade PC www.cafod.org.uk
www.netzkritik.de/art/171.shtml Thema: Fairtrade PC
Sanfter Tourismus
Urlaub
www.fair-tours.com/h_german.htm
www.respect.at
www.blaue-flagge.de/Badestellen
www.tourism-watch.de